Gremienbesetzung

Die geschlechterparitätische Besetzung von Gremien ist ein elementares Ziel der Gleichstellungsarbeit in den Kommunen. Das schleswig-holsteinische Gleichstellungsgesetz (GstG)  regelt in § 15 Abs. 1  in diesem Kontext  „ Frauen und Männer jeweils hälftig berücksichtigt werden.“ Wenngleich die Erfahrungen auch zeigen, dass aufgrund mangelnder Sanktionen dieser gesetzliche Handlungsauftrag nicht immer den gewünschten Respekt verschafft, fand  dieses Thema bei den Kommunalwahlen 2013 eine starke Präsenz in der Öffentlichkeit. Hauptamtliche Kommunale Gleichstellungsbeauftragte wirkten in Schleswig-Holstein eng zusammen und spiegelten in einem kommunalen Ranking den Entscheidungstragenden die Lage. Neben dem Hinweis auf die Rechtslage zeigten konkrete Maßnahmen ihre Wirkung. Informationsveranstaltungen mit Referentinnen von FidAR brachten Frauen das Thema nahe.
Neben dem Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit und dem Grundrecht der  Teilhabe von Frauen in wichtigen Gremien gibt es noch einen weiteren Gesichtspunkt. So wird im ersten Gleichstellungsbericht folgendes erwähnt:  „Durch eine Nutzung aller Talente unserer Gesellschaft werden Unternehmen leistungsfähiger und flexibler.“  Die Mitgestaltung von Frauen bedeutet auch: weibliche Perspektiven werden in wichtige Planungen einbezogen und  Entscheidungsprozesse optimiert.
Am 05. März 2015 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Frauenquote in den Aufsichtsräten von 108 börsennotierter und mitbestimmungspflichtiger Unternehmen.

Gleichstellungsziele zum Handlungsfeld sind u.a.:
•    Paritätische Besetzung kommunaler Gremien gemäß §15 GstG


Informationen:
•    FidAR - Frauen in die Aufsichtsräte e.V.