Situation von Migrantinnen

Einige Fakten:

Migrantinnen und Migranten weisen im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung ein deutlich höheres Armutsrisiko auf. So verfügen sie im Durchschnitt beispielsweise über ein niedrigeres Bildungsniveau, ein geringeres Einkommen und sind häufiger arbeitslos als Menschen ohne Migrationshintergrund. Ebenfalls ist die Migration ein Lebensereignis, das die Gesundheit von Menschen nachhaltig beeinflussen kann.

Im ersten Quartal 2016 ist die Zahl von unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen unter den Flüchtlingen auf rund 38% gestiegen. Von den 1.869 Personen waren rund 47% weiblich.36 Bundesweit leben 1.152 minderjährige verheiratete geflüchtete Mädchen in Deutschland (Stichtag 31. Juli 2016).

Im Jahr 2015 konnten 35.000 Menschen in Schleswig-Holstein Zuflucht vor Terror, Krieg, Not und Elend finden.  Der Anteil der Zuflucht suchenden Frauen in Schleswig-Holstein ist im 1. Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahr von 27% auf 41% gestiegen. Es ist davon auszugehen, dass darunter auch viele Frauen und Mädchen sind, die geschlechtsspezifische Gewalt und Traumatisierungen erlebt haben.

Von den 2,5 Millionen Arbeitslosen (November 2016) hat mit 633.391 ein Viertel (25%) einen Migrationshintergrund. Unter den Frauen mit Migrationshintergrund sind mehr als die Hälfte arbeitslos. Vieles spricht dafür, dass der hohe Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund an den Arbeitslosen vor allem eine Folge fehlender (formaler und in Deutschland anerkannter) Qualifikationen ist. Ihre Chancen, in Ausbildung und Beruf zu kommen, sind deutlich schlechter.